Am 8. November feiert der in Mannheim lebende Künstler Robert Häusser
seinen 85. Geburtstag. Er gilt als ein Wegbereiter der zeitgenössischen Fotografie. Häusser gehört zu jenen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit, die eine unverwechselbare Handschrift entwickelt haben. Für sein fotografisches Werk erhielt er zahlreiche Preise und Ehrungen. 1995 wurde ihm als erster Deutscher der Hasselblad-Preis verliehen, der als der „Nobelpreis der Fotografie“ gilt. Sein gesamtes fotografisches Werk hat Robert Häusser seit 2002 den Reiss-Engelhorn-Museen gestiftet. Aktuell zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen noch bis zum 25. April 2010 seine Ausstellung „Robert Häusser – Die Berliner Mauer. Fotografien und Zitate“ im Forum Internationale Photographie. Der Fördererkreis für die Reiss-Engelhorn-Museen richtet am 8. November 2009 die Geburtstagsfeierlichkeiten für Robert Häusser in Mannheim aus, in deren Rahmen der Film „Robert Häusser – Leben und Werk“ als Preview präsentiert wird. Die Dokumentation entsteht unter der Regie des international renommierten Filmemachers Rudij Bergmann.
Robert Häusser wurde am 8. November 1924 in Stuttgart geboren, erhielt eine fotografische Ausbildung und lebte von 1946 – 1952 als Bauer auf dem Hof seiner Eltern in der Mark Brandenburg. 1953 baute er sich in der Bundesrepublik eine neue Existenz auf und fotografierte für Auftraggeber in vielen Ländern der Welt. Nach Jahren gab er sein erfolgreiches Werbestudio auf, um sich nur noch seiner freien künstlerischen Arbeit zu widmen.
Robert Häussers Werk wurde mit vielen Ehrungen ausgezeichnet, darunter 1995 den „Internationalen Preis für Fotografie” der „Erna and Viktor Hasselblad-Foundation”, Schweden, den höchst dotierten Preis für Fotografie, der unabhängig vom Kamerafabrikat vergeben wird. Unter bedeutenden Fotografen wie Lennart Nilsson, Ansel Adams, Irving Penn, Henri Cartier-Bresson, Ernst Haas, Edouard Boubat, Sebastiao Salgado, William Klein, Richard Avedon, Josef Koudelka, Robert Frank hat er diese Auszeichnung als erster deutscher Fotograf erhalten. In der Begründung der Jury des Hasselblad-Preises heißt es u. a.:”Robert Häusser ist einer der hervorragendsten Bildkünstler der modernen Fotografie in Deutschland. Sein Werk kann als eine Entwicklung der Formsprache innerhalb der ‘Subjektiven Fotografie’ angesehen werden, die große Aufmerksamkeit in Europa während der Nachkriegsjahre fand”.
Bilder von Robert Häusser wurden bisher in über 100 Einzelausstellungen in Museen und Galerien des In- und Auslandes gezeigt.
Prof. Robert Häusser hat 1969 zusammen mit Albrecht Brugger, Walter E. Lautenbacher, Franz Lazi, Mark Mender, Willi Moegle, Dr. Wolf Strache, Fridhelm Volk und Ludwig Windstoßer den BFF Bund Freischaffender Foto-Designer gegründet und ist seit 1985 Ehrenmitglied im BFF.