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Der BFF-Jahrbuch-Award 2006
Claus Harden
Die jährlichen Trophäen- oder Hegeschauen sind auch heute noch unerlässlich. Zum einen dienen sie am Ende des Jagdjahres dem unerlässlichen Austausch von Informationen über den Wildbestand, zum anderen muss jeder Jäger hier Rechenschaft über seineAbschüsse ablegen. Dabei zeigt sich, dass der häufig erhobene Vorwurf, Jäger würden nur auf Trophäen jagen oder Trophäenkult betreiben, ein überholtes Vorurteil ist. (Jagd online, 'Die Jagd in der Praxis')
Halali und der pornografische Blick aufs Detail. Da liegt sie nun, die Strecke. Künftiger Inhalt eines gewichtigen BFF-Jahrbuchs und weiterer Beweis dafür, dass wir ein Volk der Autofahrer/Urlauber sind und nicht das der Gourmets: 38 Meter Transport/Travel sind mit Füßen und Augen zu bewältigen, gegen ganze vier Meter Food.
Insgesamt zählt die Strecke 396 eingereichte Exponate. Neben den beiden erstgenannten bedecken weitere Kilometer der Kategorien Architektur, Fashion, People, Stills und Reportage den Fußboden des Offenbachsaals der Messe zu Köln. Nach der ersten Sichtung – jedes Jury-Mitglied gibt kund, und zwar verdeckt, was es für würdig hält, im Rennen für eine Auszeichnung zu bleiben – werden 70 Arbeiten heraus tranchiert.
Das Überraschende an der Gesamtschau: Es gibt nichts wirklich Überraschendes in derdeutschen Fotografie. Da, wo man Mut zum Experiment erwartet, plätschert leise der Mainstream. Den Food-Fotos wünscht man mehr Appetitlichkeit. Die Stills sind arg still. Und wo, beim heiligen Reinhard, sind die Wow!-Ideen? Umso mehr ist die Jury gefordert. Mit Scannerblick werden nun all die Details unter die Lupe genommen, die Fotos zu guten Bildern machen: Eine durchgängige Linie hier, die zwei Seiten zusammen hält. Eine Unschärfe vorn, die den Hintergrund dramatisiert. Ein Schatten dort, der das Licht akzentuiert.
Das Halali bringt leider keine kapitaleTrophäe aufs Treppchen, kein goldwertes Vor-Bild. Die Jury erkennt aber auf neun mal Silber (2005 = 4 mal) und 18 mal Merit (2005 = 15 mal). Doch halt! Eine Überraschung gibt's doch. Einige der besten Fotos kommen von den Jungen! Da keimt Hoffnung auf für Deutschlands Fotografie. Weiter so, Mädels und Jungs. Und gut Schuss! |
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Die prämierten Fotos
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Die Juroren
Dorothee Göbels Fotografenagentur Rockenfeller & Göbels, Düsseldorf
Stefanie Grebe Kuratorin & Bildwissenschaftlerin, Köln
Prof. Fritz Haase Haase & Knels Atelier für Gestaltung, Bremen
Claus Harden Pilger Harden Creative Concepte, Düsseldorf
Christian Mommertz Creative Director Ogilvy & Mather Werbeagentur, Frankfurt
Eva à Wengen Artbuying BBDO Campaign GmbH, Düsseldorf
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